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Von Gedanken durch die Nacht gejagt,
Vom eigenen Ich gefoltert, geplagt,
Von der Sehnsucht Schrecken fast erblindet
Ist in mir nichts, was noch empfindet.
Von Taubheit ist erfüllt mein Wahn,
Da ist kein Sinn, noch Zweck, noch Plan.
Das Leben erfüllt von einem riesigen Loch -
Nur Schmerz und Qual empfind' ich noch.
Wo sind des Lebens Farben hin?
Was zeigt mir, daß ich am Leben bin?
Wo bleibt des nächsten Morgen Licht?
Die sanfte Stimme, warum spricht sie nicht?
Umhergewirbelt wie verdörrtes Laub
Lieg machtlos und einsam ich im Staub.
Das Feuer des Herzens fast verbrannt -
Wo bist Du nur, oh rettende Hand?
Bastian Friedrich
September 1998
für (oder doch nur wegen?) Carola
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